Außerhalbs`Elias aka Lasko (26.02.2011 - 23.04.25)

Anfangs wollten wir fast verzagen. Und wir glaubten, wir trügen es nie. Wir haben es doch getragen - Aber fragt uns nur nicht wie.

Lasko war offen und gutmütig Menschen gegenüber, aber ein typisches Exemplar eines American Akitas, was Erziehungsarbeit und andere Rüden betraf. Er war nie in der Zucht, da er aufgrund seiner Fußfehlstellung und seines im Alter von 11 Wochen beidseitig aufgetretenen Entropiums nicht für diese geeignet war.

Als Welpe hatte er an Sitz, Platz, Bleib kein Interesse, noch hing er mit seinem Blick an uns. Wir waren die Futtergeber und Streichler, mehr nicht. Lasko machte gerne sein eigenes Ding und suchte nicht unbedingt körperliche Nähe, die wir später sehr oft von ihm bekamen. Erst als wir mit Mantrailing begannen, entwickelte sich nach und nach eine gute Bindung, die es ermöglichte, nun auch Erziehungsarbeit zu leisten. Plötzlich spulte er ab, was wir Monate vorher verzweifelt versucht hatte, ihm beizubringen. Nun wussten wir, dass er gar nicht dumm war, sondern einfach keine Lust hatte, Kunststückchen wie Sitz und Co zu machen. Mit Leckerchen war er nie bestechbar. Stupide Wiederholungen langweilten ihn zutiefst.

Allerdings hatte er gelernt, sich zurückzunehmen und auch einmal geduldig zu warten. Er hatte gelernt, dass wir nicht nur die Futtergeber waren, sondern diejenigen, die das Futter kontrollierten. Und er hatte gelernt, Vertrauen zu haben, die Grundlage jeglicher Beziehung.

Fremden und Kindern war er stets wohlgesonnen. Problemlos konnte er gestreichelt werden. Hündinnen und kleine Hunde mochte er in der Regel sehr, ließ aber keinen Zweifel daran, dass er dominanten Hündinnen jederzeit Paroli bieten würde. Zum Problem konnten Rüdenbegegnungen werden, wenn sie denselben Führungsanspruch hatten oder ganz einfach meinten, pöbeln zu müssen. Dann galt es alle Kraft aufzubringen, um Lasko zu halten, wenn man nicht ausweichen konnte. Mit zunehmendem Alter seinerseits und Erfahrung unsererseits, waren Hundebegegnungen kein Problem mehr.

Unser mächtigster Gefährte war nicht nur ein Eyecatcher, vielmehr ein treuer und zuverlässiger Wegbegleiter, der uns mit seiner ihm eigenen Art sehr viel Freude bereitete und von dem auch wir sehr viel gelernt haben.